21. Januar 2026
Ohne Sand, keine Sand-Delle. Bist du nun Delle, Sand oder beides?
Spirit in ONE, Eva und Marco Bühler, Januar 2026
Im Moment geschehen so einige Dellen. Jeden Tag zeigen sich Neue. Dinge, die noch vor einigen Monaten undenkbar waren, sind jetzt Realität. Staatsmänner (erstaunlicherweise meistens Männer!), welche eigentlich Vorbild sein sollten, zeigen Verhaltensweisen, welche selbst im Sandkasten spielender Kinder nicht akzeptabel sind. Ohnmacht, Ungläubigkeit, Wut, Frustration, Resignation oder Übelkeit, vielleicht gar Depressivität oder andere psychischen sowie physischen Hänger sind häufige Reaktionen darauf. Wie soll man reagieren? Wie kann man da noch Freude und Glück empfinden?
Wie soll man reagieren? Wie kann man da noch Freude und Glück empfinden? Die Beantwortung dieser Fragen lässt ein Kreisen vieler Gedanken und Emotionen entstehen. Die Schwierigkeit in diesem Kreisen tragende Antworten zu finden, lässt erahnen, dass das Kreisen der Gedanken und Emotionen keine Lösung birgt. Schon das Stellen dieser beiden Fragen erzeugt die Gefahr stecken zu bleiben. Das Stellen der Fragen zementiert oft ein Jemand, welcher Antworten auf diese Dellen möchte. Anders ausgedrückt, das ist die Delle „Jemand“, welche andere Dellen betrachtet und weitere Dellen als Antworten sucht.
Natürlich müssen diese Dellen nicht weg. Schliesslich ist da ein schreiendes Ich und alle diese um sich schlagenden Staatsmänner auf Irrwegen. Verleugnen ist keine Lösung. Das wäre nur eine andere Ausprägung des Ich, welche das andere verdrängen würde. Also wieder eine Delle, welche mit anderen Dellen ringt. Ringen ohne Ende! Und keine Lösung!
Nun gebe es zu erkennen, dass Dellen ohne Medium, in dem sie eingedrückt werden, nicht möglich sind. Metaphorisch lässt es sich so formulieren: Dellen brauchen Sand, damit sie überhaupt Dellen sein können. Es gibt Möglichkeiten zu erkennen, dass die Delle „Jemand“ und die Dellen „Staatsmänner“ auch Sand sind. Sie sind das Medium, welches sie hervorbringt. Finde Wege, dies nicht nur zu denken und logisch zu erfassen, sondern es auch zu erleben. Du bist keine Delle und die anderen sind auch keinen Dellen. Du bist der Sand mit allen seinen Dellen.
Dies macht die Dellen zwar nicht weg. Der Sand macht die Dellen nicht weg. Aber die Dellen erleben sich als etwas viel Grösseres. Dies entlastet gewaltig. Und dann gibt es anstelle einer Reaktion ein Wirken. Das Erleben als Sand, als das viel Grössere, wirkt. Freude und Glück strahlen. Und gleichzeitig erfolgt ein couragiertes benennen jedes bestialischen Verhaltens. Aber ohne Kampf. Einfach benennen und anstelle Delle der gesamte Sand sein.