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Hier finden Sie eine Auswahl von mehr als 10 aus über 150 bisher erschienenen Texte, welche wir in den letz­ten Jah­ren in­spi­riert ge­schrie­ben haben und die unsere Ar­beit be­glei­ten. Als Ein­stim­mung in den Me­di­ta­tions­ein­la­dungen ent­ste­hen lau­fend wei­tere.

LIEBER MISSVERSTÄNDNIS-FREIER, LIEBE MISS­VER­STÄND­NIS-FREIE

LIEBER MISSVERSTÄNDNIS-FREIER, LIEBE MISS­VER­STÄND­NIS-FREIE

01. September 2026

Untätig sein ist nicht die Folge der Erleuchtung.
Spirit in ONE, Eva und Marco Bühler, September 2026

Durch meditierende Praxis ist plötzlich oder zunehmend festzustellen, dass alle Formen, also alles Konkrete in unserem Alltag inkl. unsere eigene Körperlichkeit, so nicht existiert, sondern vielmehr die Form des Bodenlosen ist, welches wir sind. Es stellt sich die Erfahrung ein, das Bodenlose zu sein, welches jeweils unzählige Formen annimmt inklusive die eigene Körperlichkeit. In diesem Zusammenhang gibt es oft ein grosses Missverständnis bei jenen, welchen diese Erfahrung noch fremd ist.

Das Missverständnis besteht darin, dass obige Aussage so verstanden wird, dass es das Konkrete in unserem Alltag inkl. unsere eigene Körperlichkeit nicht gebe. In der Folge ergibt sich dann die Vorstellung, dass das Konkrete weg meditiert werde, dass Meditation eine Flucht aus der Welt sei. Und weiter: Diese Flucht führe zur Aufgabe von Verantwortung und zu einer untragbaren Passivität. Für jene, welche sich für Verbesserungen engagieren, führt dieses Verständnis zu Tränen und tiefer Traurigkeit oder zu Aggression, welche die Meditation ablehnt.

Schön blöde Bescherung!… Doch halt! So ist das nicht!

Oben wurde nicht gesagt, dass es das Konkrete in unserem Alltag inkl. unsere eigene Körperlichkeit nicht gebe. Sondern, dass es SO nicht existiert! Es sind keine losgelösten Dinge, denen man gegenübersteht. Sie sind gemeinsam das Bodenlose, welches sich als sie formt, ohne sich von ihnen zu trennen. Und daraus ergibt sich grosses Mitgefühl. Aber kein Mitgefühl eines Ich mit den Dingen da draussen. Sondern, da ist einfach ein Mitfühlen des Bodenlosen mit seiner eigenen Form, im Grunde mit sich selbst.

Und so ergibt sich tatsächlich verantwortungsvolles Handeln. Doch es ist die Frage, wem dieses Handeln folgt: Einem Ich oder seinem eigenen bodenlosen Dasein? Beim zweiten ist oft zu tun, was sich gerade als stimmig zeigt, ohne Wissen um das Warum. Und das wiederum setzt voraus, sich selber als das Bodenlose zu erfahren.

Willkommen meditierende Praxis, willkommen äussere und innere Stille, welche du dasselbe bist.

LIEBE ALLES, LIEBER ALLES

LIEBE ALLES, LIEBER ALLES

18. August 2026

Damit aufzuhören das einzelne Konkrete als das Wichtigste zu sehen ist der Beginn des Wahrnehmens als Alles. Und das ist nicht zu denken, sondern wahrzunehmen.
Spirit in ONE, Eva und Marco Bühler, August 2026

Nach der Sommerpause, welche wir unter anderem als stilles Alles 10 Tage fusspilgernd verbracht haben, freuen wir uns als stilles Alles praktizierend mit euch. Herzlich willkommen zurück, obwohl das stille Alles, welches wir alle sind, niemals weggehen könnte!

So laden wir euch ein, in der Meditation das Alles mental zu ertasten. Alles mental zu ertasten bedeutet, alles gleichzeitig mental zu berühren. Nicht nacheinander dies und dann das und danach jenes. Und in dieser Berührung von gleichzeitig allem verblasst das Konkrete. Alles kann nichts Konkretes sein, weil das Konkrete Ränder hat. Damit ist es nicht alles.

Willkommen, Meditierender, welcher nichts anderes als heimkehrender Alles ist.

LIEBER LANDSCHAU, LIEBE LANDSCHAU

LIEBER LANDSCHAU, LIEBE LANDSCHAU

01. Juli 2026

Auf einer Bergkuppe das Land schauend, betrachtet es nichts Konkretes. Schaue so den Alltag.
Spirit in ONE, Eva und Marco Bühler, Juli 2026

Man kann sich auf der Bergkuppe entscheiden: Schaue ich das Land oder ein Objekt daraus. Das heisst, schaut es mit weichem Blick das ganze Land oder ist da „mein“ Blick auf etwas fixiert.

Und schaut es da das Land, wird auch das Ich in der Art vereinnahmt, dass da nur noch Land ist. Tschüss mir so geliebtes „Ich“. Da ist keiner mehr der schaut, nur Schauen.

Von Herzen wunderschöne Som­mer­ferien!

LIEBE SHERLOCK, LIEBER HOLMES

LIEBE SHERLOCK, LIEBER HOLMES

17. Juni 2026

Jede Emotion hat eine Begrenzung. An der Grenze wird es spannend.
Spirit in ONE, Eva und Marco Bühler, Juni 2026

Bei einem strafrechtlichen Delikt wird unsere Schaulust geweckt. Wir gaffen regelrecht hin und suhlen uns im Geschehen. Mitreden, spekulieren, urteilen ist angesagt. Jedoch nur dem Detektiv gelingt es, anders zu schauen. Er verweilt in der Gesamtschau und erkennt so auch die Details, welche am Rand der Tat liegen. Dort wird es für ihn spannend.

Die Emotionen haben es genauso an sich. Wir pflegen uns in ihnen zu suhlen, wobei das Suhlen in einer Vielzahl von Formen stattfindet. Wir verharren bei der Emotion, indem wir sie gedanklich oder in Worten wälzen oder wir Erstarren in ihr, wir ziehen uns zurück oder wir agieren sie extrovertiert aus. Eine der häufigsten Formen ist die Beschäftigung mit dem Warum. Nicht umsonst gilt in den östlichen Traditionen die Frage nach dem Warum als Fangfrage.

Da ist jedoch auch dasjenige, welches die Emotion hervorbringt. Und damit ist nicht die Ursache der Emotion gemeint, sondern ihre Begrenzung. Dazu ist es notwendig, ganz bei der Emotion zu verweilen, sie zu spüren, sie wahrzunehmen, ganz genau zu schauen. Jedoch ohne auf das Wahrgenommene zu reagieren. So gilt es ganz die Schau zu sein. Und dann ist da auch die Begrenzung. Nicht als Gedanke, sondern wahrgenommen. Jenseits der Begrenzung ist nichts Konkretes. Die Emotion endet und da ist nichts. Nur das Medium, welches sich auch als Emotion aufbäumt. Sei ganz dieses Medium, wobei mit Medium nicht der Vermittler zwischen Diesseits und Jenseits gemeint ist. Sei ganz dieses Medium, der Träger von allem, welcher sich auch als die Emotion aufbäumt.

Willkommen, Meditierender, welcher nichts anderes als Medium ist.

LIEBE DREIECK, LIEBER DREIECK

LIEBE DREIECK, LIEBER DREIECK

03. Juni 2026

Eins-sein nimmt Beschäftigung und das beschäftigte Ich gleichzeitig wahr.
Spirit in ONE, Eva und Marco Bühler, Juni 2026

Im Alltag ist da oft konfrontiert sein mit etwas. Das heisst, wir sind mit irgendetwas beschäftigt und dieses Etwas nimmt so in Anspruch, dass alles andere ausgeblendet ist. Dabei sind wir uns nicht einmal mehr unseres Ichs bewusst. Oder gelingt es dir, während einer wichtigen Beschäftigung gleichzeitig wahrzunehmen, dass da auch derjenige oder diejenige ist, welche gerade handelt?

Darin liegt ein Schlüssel zum spirituellen Erleben. Gemeint ist damit das ganzheitliche Erleben dessen, was du bist.

Gelingt es, dieses etwas, welches gerade beschäftigt, und das Ich, welches gerade handelt, gleichzeitig wahrzunehmen, so ist da eine Ebene im Spiel, welches beides wahrnimmt, von der es aber kein Wissen gibt, wer oder was sie ist (im Wissen wollen ergibt sich nur neue Konfrontation). Aber sie ist im gleichzeitigen Wahrnehmen von Beschäftigung und handelndem Ich erfahrbar. Es bringt so etwas wie die dritte Ecke im Dreieck ins Spiel, welcher alles wahrnimmt: Das etwas, das Ich und sich selber. Nur ist es so, dass diese dritte Ecke nicht getrennt von den beiden anderen ist. Erst im gleichzeitigen Wahrnehmen der beiden anderen erlebt sie sich selbst. Eines bedingt das andere. Da ist das Ganze, das Eins-sein.

Und Ganzheit, Eins-sein hat Qualität – enorme Schönheit!

LIEBER GEMÄLDE, LIEBE GEMÄLDE

LIEBER GEMÄLDE, LIEBE GEMÄLDE

19. Mai 2026

Das, was du ewig bist, kann nicht an die Wand gefahren werden.
Spirit in ONE, Eva und Marco Bühler, Mai 2026

In Zeiten, wo so manches an die Wand gefahren wird, stellt sich für viele die Frage: „Was macht daran noch Freude?“ Gegenfrage: „Freut sich ein Gemälde über das Gepin­­selte?“

Nun, freut sich ein Gemälde über das Gepinselte? Wir wissen es nicht mit absoluter Sicherheit. Aber es ist zumindest kein sich freuendes Gemälde erkennbar. Das Gemälde zeigt einfach sein Gesicht – das Gepinselte. Und während sich dieses durch den Zahn der Zeit verändert, ist das Gemälde ewig jenes, welches sich als das Gepinselte zeigt: Die Leinwand! – Welch eine Freude!

Könnte das nicht der Sinn des allgegenwärtigen „An-die-Wand-gefahren-werden“ sein? Erkenntnis dessen, was wir wirklich und unzerstörbar sind?

So angereichert verändert sich mit Sicherheit auch das Gesicht. Welch eine Freude!

LIEBE STERN, LIEBER STERN

LIEBE STERN, LIEBER STERN

06. Mai 2026

In der vollständigen Wahrnehmung lässt sich alles und alle als leuchtender Kern erkennen, der einzig wirklich ist.
Spirit in ONE, Eva und Marco Bühler, Mai 2026

Sämtliche Sternen-Strahlen wurzeln im Sternen-Kern. Wie schade, dass wir im Alltag von Strahlenspitze zu Strahlenspitze jumpen. Wir berühren die Din­ge und unser Dasein nur oberflächlich, anstelle uns wirklich in ihnen niederzulassen und dadurch die Kern-Erfahrung zu ermöglichen, als leuchtende Liebe zu leben.

Die schwierige Nachricht: Niederlassung bedeutet eine ausdauernde Vertiefung gewohnter Wahrnehmung. Die gute Nachricht: Da ist leuchtende Liebe. Die zweite gute Nachricht: Alles, was geschieht eignet sich es wahrzunehmen. Alle Dinge, alle Menschen, alle Ereignisse, alle Gedanken und Gefühle – wirklich alles – sind Strahlen desselben Sterns und tragen dieselben Wurzeln.

Willkommen, Niedergelassener! Willkommen lieber Stern! Da ist nichts als Niedergelassener Sternenkern, welcher auch alle Strahlen ist.

LIEBER ZUGEWANDTER, LIEBE ZUGEWANDTE

LIEBER ZUGEWANDTER, LIEBE ZUGEWANDTE

21. April 2026

Das Zugewandt sein nimmt alles inklusiv sich selbst als Lebendigkeit wahr. Dafür braucht es Momente der Stille.
Spirit in ONE, Eva und Marco Bühler, April 2026

Oft ist uns Menschen das zugewandt Sein verloren gegangen. In der Welt des vielen und des zu vielen ist bereits die Zuwendung zu etwas, zu anderen und zu uns selbst eine grosse Herausforderung. Und dann verwechseln wir diese Zuwendung zu etwas oder zu jemandem mit dem zugewandt Sein.

Zugewandt sein wird oft missverstanden. Zugewandt sein ist nicht etwas oder jemandem gegenüber zu sein, welches oder welcher einem beansprucht oder anzieht. Zugewandt sein ist auch nicht von einer Zuwendung zur nächsten zu rennen. Es ist weder verliebt sein in etwas, vieles oder jemanden, noch ist es Selbstverliebtheit. Alle diese Formen von Zuwendung haben etwas gemeinsam: Ein Objekt der Zuwendung.

Objekte sind momentane Erscheinungen der Lebendigkeit. Stille Meditation ist vollständiges zugewandt Sein, welches in die Objekte des Moments hineingreift. Und so nimmt es sich als das wahr, was eigentlich immer ist: nichts als Lebendigkeit.

LIEBE FINDERIN, LIEBER FINDER

LIEBE FINDERIN, LIEBER FINDER

24. März 2026

Glück zu finden bedingt in einem ersten Schritt ohne Resignation nicht danach zu suchen.
Spirit in ONE, Eva und Marco Bühler, März 2026

Was ist Glück? Wow, welch eine Frage! Und das in dieser Welt der zunehmenden Eskalationen. Einige werden antworten: „Glück ist sicher nicht das, was in der Geopolitik im Moment geschieht.“ Andere werden irgendeine Form des Folgenden antworten: „Glücklich bin ich, wenn ich dies und jenes habe oder tue. Glück ist, dass ich diese und jene Menschen an meiner Seite habe. Glück ist, dass ich dieses und jenes nicht durchmachen muss.“ Das gemeinsame an diesen Antworten ist, dass sie alle Glück an etwas festmachen. Und damit hat Glück ein Problem: Die Existenz, und damit Beginn und Ende dessen, an das es festgemacht ist. Begrenzte Dauer, begrenztes Glück kann kein Glück sein.

„Hört gut zu! Alle Dinge gehen schnell vorbei!“ So heisst es im ZEN-Buddhismus. Mit zunehmendem Lebensalter wird augenfällig, wie wahr diese Aussage ist. Man kann die Dinge nicht festhalten und man kann deshalb mit Hilfe von Dingen kein Glück begründen. Auch kann man in Erwartung von anderen Bedingungen und im Suchen genauso wenig Glück finden. Vielleicht erreicht uns diese Botschaft nicht nur durch den ZEN-Buddhismus, sondern auch durch das aktuelle Weltgeschehen.

„Leben und Tod sind von grosser Wichtigkeit. Sei stets wachsam. Niemals nachlässig. Niemals!“ Das ist der zweite Teil der erwähnten ZEN-Weisheit. Die Wichtigkeit liegt nicht in den Dingen, welche während „Leben und Tod“ geschehen. Die Wichtigkeit liegt im achtsamen Wahrnehmen des Prozesses von Entstehen und Vergehen der Dinge. Die Wahrnehmung von Entstehen und Vergehen der Dinge freundet dich mit dem an, was sich als die Dinge formt und sich auch wieder als sie zurücknimmt. Es freundet dich mit dem an, was die Dinge sind.

Auch die Dinge und Geschehnisse der aktuellen Geopolitik können so zum Freund werden. Nicht weil wir sie gutheissen, sondern weil wir erkennen, was sich als sie formt und sich auch wieder davon zurücknimmt, was sie also wirklich sind. So kannst du auch erkennen, was sich als dich formt und sich auch wieder davon zurücknimmt. Frohe Auferstehung! Frohe Ostern!

LIEBER GROSSMEISTER, LIEBE GROSSMEISTERIN

LIEBER GROSSMEISTER, LIEBE GROSSMEISTERIN

10. März 2026

Jenseits jeglicher Vorstellung von Grösse ist meisterliche Grösse.
Spirit in ONE, Eva und Marco Bühler, März 2026

Normalerweise sind die Begriffe Grossmeisterin und Grossmeister Vorsitzenden von Logen oder Schach-Champions vorbehalten. Doch diese Definitionen schaffen eine Rangordnung. Rangordnung? Muss man sich wirklich hintenanstellen, wenn es um das Lebenserfahren geht?

Eine wahre Grossmeisterin, ein wahrer Grossmeister erfährt, dass Grösse nur Grösse sein kann, wenn es nichts Grösseres gibt. Ansonsten würde das Grosse zum Kleinen. Eine wahre Grossmeisterin, ein wahrer Grossmeister erfährt sich deshalb als dieses Grosse ohne sich über das Kleine zu erheben. Würde sie/er sich darüber erheben, würde sie/er gleich wieder zum Kleinen, weil durch das Erheben gleichzeitig etwas entsteht, das sich noch mehr erhebt und damit zum noch Grösseren wird. Deshalb erfährt eine wahre Grossmeisterin, ein wahrer Grossmeister, dass das Kleine nichts anderes als eine Erscheinung des Grossen ist. Das Kleine ist somit gleichzeitig das Grosse. Eine wahre Grossmeisterin, ein wahrer Grossmeister erfährt sich deshalb als dieses Grosse und gleichzeitig auch als all das erscheinende Kleine.

Und das ist nicht einfach nur philosophisches Gerede. Es ist Physik! Alle materiellen Teile, alle Formen, sind Ausdruck der Welle aller Möglichkeiten. Der Quantenphysiker David Bohm formulierte es so: Das Explizite (= Formen) sind Ausfaltungen des Impliziten. Die wahre Natur des Expliziten ist damit das Implizite.

Setz alles daran, dich als das Implizite, als das Grosse zu erfahren. Gib jegliche Identifikation mit dem Expliziten, mit dem Kleinen auf. Willkommen Grossmeisterin! Willkommen Grossmeister! Willkommen Geheilt-sein!

LIEBE BUTTERZART, LIEBER BUTTERZART

LIEBE BUTTERZART, LIEBER BUTTERZART

24. Feburar 2026

Erlebe dich wie Butter, so ist die Wahrheit bald entdeckt.
Spirit in ONE, Eva und Marco Bühler, Februar 2026

Butter hat keine feste Form – so auch das Leben, welches du bist.
Butter zeigt sich in verschiedensten Formen – so auch das Leben, welches du bist.
Butter beim Verkosten verstärkt die Freuden – so auch das Leben, welches du bist.

Gerade seine Zartheit, verleiht dem Butter Macht. Ohne Zartheit wäre alles starr und ohne Freuden. Aber Zartheit will gepflegt sein:

Butter ohne Achtsamkeit entwischt zwischen den Fingern – so auch das Leben, welches du bist.
Butter ohne Pflege wird ranzig – so auch das Leben, welches du bist.

Das Leben welches du bist, das Dasein ist butterzart.

LIEBER „ICH-WEISS-NICHT-UND-DOCH“, LIEBE „ICH-WEISS-NICHT-UND-DOCH“

LIEBER „ICH-WEISS-NICHT-UND-DOCH“, LIEBE „ICH-WEISS-NICHT-UND-DOCH“

04. Februar 2026

Wo bist du? – Ich weiss nicht, wo ich bin, und doch bin ich hier.
Spirit in ONE, Eva und Marco Bühler, Februar 2026

Im tiefen Erleben ergibt sich auf die Frage ‘Wo bist du?’ die Antwort: „Ich weiss nicht, wo ich bin, und doch bin ich hier.“ Diese Aussage scheint auf den ersten Blick skurril. Und dennoch entspricht sie dem Erleben tiefer Weisheit.

„Ich weiss nicht, wo ich bin“, bedeutet nicht, dass man nicht angekommen ist. Es ist einzig Ausdruck davon, nicht beschreiben zu können, wo man angekommen ist. Und dennoch ist da ein tiefes Erleben angekommen zu sein, immer zu Hause zu sein, nie ist etwas passiert.

Und in diesem tiefen Erleben ist da gleichzeitig auch das Empfinden hier zu sein, in dem was gerade geschieht. Es ist ein Erleben, das ak­­tuell Geschehende als ein Flimmern des Angekommenen festzustellen.

Es umarmt dich derjenige, der nicht weiss, was er ist und stellt fest, was da gerade geschieht. Grosse Freude! Vollständige Heilung!

LIEBE SAND-DELLE, LIEBER SAND-DELLE

LIEBE SAND-DELLE, LIEBER SAND-DELLE

21. Januar 2026

Ohne Sand, keine Sand-Delle. Bist du nun Delle, Sand oder beides?
Spirit in ONE, Eva und Marco Bühler, Januar 2026

Im Moment geschehen so einige Dellen. Jeden Tag zeigen sich Neue. Dinge, die noch vor einigen Monaten undenkbar waren, sind jetzt Realität. Staatsmänner (erstaunlicherweise meistens Männer!), welche eigentlich Vorbild sein sollten, zeigen Verhaltensweisen, welche selbst im Sandkasten spielender Kinder nicht akzeptabel sind. Ohnmacht, Ungläubigkeit, Wut, Frustration, Resignation oder Übelkeit, vielleicht gar Depressivität oder andere psychischen sowie physischen Hänger sind häufige Reaktionen darauf. Wie soll man reagieren? Wie kann man da noch Freude und Glück empfinden?

Wie soll man reagieren? Wie kann man da noch Freude und Glück empfinden? Die Beantwortung dieser Fragen lässt ein Kreisen vieler Gedanken und Emotionen entstehen. Die Schwierigkeit in diesem Kreisen tragende Antworten zu finden, lässt erahnen, dass das Kreisen der Gedanken und Emotionen keine Lösung birgt. Schon das Stellen dieser beiden Fragen erzeugt die Gefahr stecken zu bleiben. Das Stellen der Fragen zementiert oft ein Jemand, welcher Antworten auf diese Dellen möchte. Anders ausgedrückt, das ist die Delle „Jemand“, welche andere Dellen betrachtet und weitere Dellen als Antworten sucht.

Natürlich müssen diese Dellen nicht weg. Schliesslich ist da ein schreiendes Ich und alle diese um sich schlagenden Staatsmänner auf Irrwegen. Verleugnen ist keine Lösung. Das wäre nur eine andere Ausprägung des Ich, welche das andere verdrängen würde. Also wieder eine Delle, welche mit anderen Dellen ringt. Ringen ohne Ende! Und keine Lösung!

Nun gebe es zu erkennen, dass Dellen ohne Medium, in dem sie eingedrückt werden, nicht möglich sind. Metaphorisch lässt es sich so formulieren: Dellen brauchen Sand, damit sie überhaupt Dellen sein können. Es gibt Möglichkeiten zu erkennen, dass die Delle „Jemand“ und die Dellen „Staatsmänner“ auch Sand sind. Sie sind das Medium, welches sie hervorbringt. Finde Wege, dies nicht nur zu denken und logisch zu erfassen, sondern es auch zu erleben. Du bist keine Delle und die anderen sind auch keinen Dellen. Du bist der Sand mit allen seinen Dellen.

Dies macht die Dellen zwar nicht weg. Der Sand macht die Dellen nicht weg. Aber die Dellen erleben sich als etwas viel Grösseres. Dies entlastet gewaltig. Und dann gibt es anstelle einer Reaktion ein Wirken. Das Erleben als Sand, als das viel Grössere, wirkt. Freude und Glück strahlen. Und gleichzeitig erfolgt ein couragiertes benennen jedes bestialischen Verhaltens. Aber ohne Kampf. Einfach benennen und anstelle Delle der gesamte Sand sein.

LIEBER KAUGUMMI, LIEBE KAUGUMMI

LIEBER KAUGUMMI, LIEBE KAUGUMMI

07. Januar 2026

Ausgedehnt in alle Richtungen und jeden Eindruck abbildend, so ist, was du bist.
Spirit in ONE, Eva und Marco Bühler, Januar 2026

Beim Jahreswechsel wurde an der Oberfläche des Kaugummis eine 5 durch eine 6 ersetzt. Doch der Kaugummi blieb Kaugummi. So gratulieren wir dir von Herzen zum Kaugummi-Sein – egal, welche Form der Kaugummi gerade einnimmt!

Meditation, nicht Meditation, egal was! Es geht darum, dass es als Kaugummi wahrgenommen wird. Grenzenlos, formbar und geschmackvoll! In der Stille der Meditation, ganz angekommen bei dem, was ist, ist der Kaugummi ursprünglich. Wenig durchgekaut und wenig ausgesaugt ist er am geschmackvollsten. So nimmt er sich am einfachsten wahr.

LIEBE LIEBE, LIEBER LIEBE

LIEBE LIEBE, LIEBER LIEBE

08. Dezember 2025

Liebe ist nur dann Liebe, wenn sie auf nichts gerichtet ist.
Spirit in ONE, Eva und Marco Bühler, Dezember 2025

Mit grosser Wahrscheinlichkeit sprichst und denkst du Sätze wie: „Ich liebe dich.“ Oder: „Ich liebe dieses.“ Diese Liebe ist auf etwas gerichtet. Sie schliesst damit automatisch andere oder anderes aus. Doch durch das Ausschliessen kann sie nicht Liebe sein. Es liegt in der Natur der Liebe, dass sie nur sein kann, wenn sie vollständig ist.

Doch wie kann Vollständigkeit, und damit Liebe sein? Eine mögliche Antwort bietet der Advent. Ankommen (lat. advenire) anstelle immer auf etwas ausgerichtet zu sein. Ankommen durch Sitzen und Gehen in der Stille. Wahrnehmen, zulassen, geschehen lassen. Und plötzlich ist da stilles Handeln, sogar stilles Sprechen. Dieses Handeln, dieses Sprechen, ja alles ist dann das Schimmern der Stille. Liebe eben. Schöne Weihnachten!